Indonesien

Grunge rubber stamp with the name and map of Indonesia, vector illustration

Mit über 17.000 Inseln entlang des Äquators bildet Indonesien das größte und vielfältigste  Inselreich der Erde. Die größten Inseln sind Java, Sumatra, Kalimantan (indonesischer Teil von  Borneo) Neu­Guinea und Sulawesi. So unterschiedlich wie die Inseln in ihrer Gestalt und in ihrer  Flora & Fauna sind, so verschieden sind auch ihre Bewohner und deren Traditionen, Sitten und  Gebräuche. Eine bunte Kultur mit alten Traditionen im Land der Götter und Geister, kunstvoll  gestaltete Tempel und Paläste, pulsierende Städte, wunderschöne Landschaften, traumhafte  Sandstrände und beeindruckende Vulkane, dazu eine artenreiche Tier­ und Pflanzenwelt,  Indonesien ist ein Paradies für Kulturfreunde und Naturliebhaber. Der Name ist eine  Wortschöpfung aus dem Griechischen und setzt sich aus „Indo­“ für Indien und „nesos” für Insel  zusammen. Die Hauptstadt Indonesiens ist Jakarta im Westen der Insel Java mit über 8,5 Mio.  Einwohnern. Die Währung in Indonesien ist die Rupiah (Rp).

Durch die Verteilung der indonesischen Bevölkerung auf unzählige Inseln entwickelte sich eine  einzigartige sprachliche und kulturelle Vielfalt. Auf den indonesischen Archipelen werden ca. 731  Sprachen und Dialekte gesprochen und geschrieben, die überwiegend verschiedenen ethnischen  Gruppen zuzuordnen sind.  In Indonesien gibt es ca. 500 ethnische Gruppen, die sich von Sabang  (die nördlichste Spitze in Sumatra) bis nach Merauke in Papua ausbreiten.

Die Mehrheit der Bevölkerung (ca. 85%) ist muslimisch. Dennoch erkennt die Verfassung  Indonesiens die Religionsfreiheit an. Man kann im Land zahlreiche religiöse Bauten wie Moscheen, Kirchen sowie hinduistische oder buddhistische Tempel sowie finden. Die Indonesische  Verfassung schreibt vor, dass niemand aufgrund seines Glaubens diskriminiert werden darf. Zu  den tragenden Grundsätzen des indonesischen Staates „Pancasila“ gehört aber ausdrücklich der  „Glaube  an einen Einzigen Gott“.

Das Klima Indonesiens ist tropisch mit relativ gleich bleibenden Temperaturen um 27° C in  Meereshöhe. Der Ostmonsun von Juni bis September bringt trockenes Wetter, während der  Westmonsun von Dezember bis März als Regenzeit bezeichnet wird.

Sumatra

Sumatra ist die Heimat von einer unglaublich vielfältigen Tier­ & Pflanzenwelt, atemberaubender  Natur und Völkern mit unschätzbarem Kulturreichtum. Abwechslungsreiche Landschaften, von  dichtem tropischem Regenwald, dramatischen Schluchten, fruchtbarem Ackerland bis hin zu  faszinierenden Vulkanen, von denen es rund 35 aktive auf Sumatra gibt. Der höchste unter ihnen  ist der Mount Kerinc, mitten in einem atemberaubenden Naturschutzgebiet. Superlative erwarten  den Besucher auch in der Pflanzenwelt: die größten Blume der Welt, der Rafflesia arnoldii, mit  einem Blütendurchmesser von 1 m oder die Titan arum, deren aufrechte Blüte über 3 m hoch  werden kann.

Das Hochland von Westsumatra ist die Heimat der Minagkabau. Die Minangkabau sind  überzeugte Anhänger des Islam, was sie nicht davon abhält, ihrer überlieferten  Gesellschaftsordnung, dem Matriarchat, treu zu bleiben: Besitztum geht von der Mutter auf die  Tochter über, Erbfolge und Erziehung liegen bei der Frau; bei Heirat zieht der Mann zur Familie  der Frau. Auch die traditionellen Minangkabau­Häuser entsprechen dieser Ordnung: unter spitz  nach oben ragenden Satteldächern mit zahlreichen Anbauten für die Töchter und deren Männer  leben Großfamilien.

Ein weiteres Schmuckstück sind die Mentawai Inseln mit ihrer unberührten Natur und den  Mentawais, einem Naturvolk, das am Übergang von der Stein­ und Bronzezeit zur Moderne lebt.  Noch erlebt man Traditionen wie animistische Zeremonien, Tätowierung und demokratisches  Leben des Clans in seinem Uma, dem Clan­Haus. Die Mentawai kennen weder Häuptlinge noch  Sklaven und leben noch weitgehend autark in Einklang mit ihrer Umwelt.  Der Glaube der  Mentawais befasst sich vor allem mit den Naturgeistern des Himmels, der Erde, des Meeres und  des Dschungels. Menschen, Tiere und Pflanzen besitzen dort eine Seele.